Behnturm

5.0
Aussichtspunkt
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Informationen

  • Der 9 Meter hohe Aussichtsturm wurde zu Ehren Heinrich Theodor Behns errichtet und vom Bundesgrenzschutz versehentlich wegen Baufälligkeit gesprengt, obwohl nach heftigen Bürgerprotesten schon Spendenzusagen für die Erhaltung des Turms vorlagen.




    Auf einem etwa 10 m hohen Hügel im Gebiet Travetannen, zwischen der Straße nach Schlutup und dem Ufer des Breitlings, stand bis 1963 der Behnturm.
    Dieser Aussichtsturm wurde 1900 zum Andenken an den Lübecker Bürgermeister Theodor Behn (1819-1906) errichtet. Initiator war der damalige St. Gertrud-Verein, der sich um die Verschönerung der St. Gertrud-Vorstadt bemühte.
    Der rund 9 m hohe Turmschaft hatte ein Mauerwerk aus roh bearbeiteten Findlingen aus Granit, die Brüstung der Aussichtsplattform bestand aus Sandstein.
    Drei Schmuckelemente verzierten den Turm: eine Bronzeplatte über der Eingangstür mit dem Porträt Behns und zwei Steinreliefs, zum einen mit dem Familienwappen der Behn‘s, zum anderen mit der Jahreszahl 1900.
    Von der Aussichtsplattform bot sich in früheren Jahren eine schöne Weitsicht, denn der umgebende Bewuchs war noch wenig ausgeprägt. So war der Behnturm ein beliebtes Ausflugsziel, zumal sich unterhalb des Turmes eine Badestelle im damals noch sauberen Travewasser befand.

    1921 kam der Turm erstmals in Gefahr, da er dem Sandabbau in diesem Gebiet im Wege stand. Ein Abbruch konnte abgewendet werden, aber bald setzte aufgrund von ständigen Verschmutzungen und Beschädigungen ein Erosionsprozess ein, der dazu führte, dass der baufällige Turm schließlich für Besucher verschlossen wurde.
    Auch wegen eines erneut drohenden Sandabbaus entschlossen sich Stadt und der St. Gertrud-Verein, den Turm abbrechen zu lassen.
    Vereinbart wurde eine Sprengung durch den Bundesgrenzschutz im Rahmen einer Übung. Diese wurde am 24.6.1963 vollzogen, obwohl sie, vorausgegangen waren heftige Bürgerproteste und eine Spendenzusage für die Erhaltung, ­gar nicht mehr stattfinden sollte.
    Doch leider wurde versäumt, den BGS rechtzeitig zu informieren. Die Meldung kam um einen Tag zu spät und da die Sprengladungen schon angebracht waren, konnte die Sprengung nicht mehr rückgängig gemacht werden.
    Reste des Turmes, der eigentlich stehen bleiben sollte, wurden am ehemaligen Mühlenhang an der Schlutuper Wiek gelagert.

    Quelle: SPD Stadtteilzeitung Kompass Ausgabe 156


    Ort: Schleswig Holstein, Lübeck, Schlutup

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Details
  • Mecklenburger Straße, Schlutup
  • Zustand: Beseitigt
  • Anno: 1900
  • Bis: 1963
  • Besitzer: St. Gertrud-Verein
  • Epoche: Kaiserzeit (1871-1918)
  • Ort: Schlutup

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