1857

Beeke Selmers Wadenboot

Länge 9,00m
Breite 2,80m
Tiefgang 0,70m
Eigner Beeke Selmer

Erstmals zu Beginn des Jahres 1857, während des Entstehens des Laboeer Hafens, bot eine Frau eine regelmäßige Fährverbindung von Laboe nach Kiel an. Es war Beeke Selmer geborene Stoltenberg, am 17. Dezember 1798 in der Dorfstraße Nr. 2 „Stuhrsche Kate“ in Laboe geboren. Sie war seit 1847 mit dem Kätner und Fischer Carl Ludwig Selmer verheiratet, welcher einer von 21 Hafeninteressenten war.

Sie war damals 59 Jahre alt, als sie zweimal wöchentlich, mittwochs und sonnabends, von Laboe aus lossegelte. Für zwei Schillinge durften Passagiere mitfahren. War Flaute, mussten sie rudern. Ein Ölbild, vom Kieler Maler Reimers 1865 gemalt, zeigt das Wadenboot, beladen mit Gemüsekörben und Passagieren. Der Landweg zur Stadt Kiel war unwegsam und mühevoll. Kiel ließ sich schneller und in der damaligen Zeit auch bequemer über die Förde erreichen. Selbst die widrigen Verhältnisse, die ein Ausbooten von Fahrgästen durch das flache Strandwasser nur auf dem Rücken eines kräftigen Bootsführers gestatteten, waren annehmbar. Erst später mit der Fertigstellung des Laboeer Hafens wurde ein Anlegesteg geschaffen. Wenn es um harte körperliche Arbeit ging, waren Frauen schon immer gleichberechtigt, sei es in der Landwirtschaft, der Fischerei oder im Haushalt. Wollte z.B. jemand von Laboe nach Friedrichsort übergesetzt werden, so übernahmen das selbstverständlich die Laboeer Fischerfrauen. Übrigens als Beeke Sellmer ihre Fährfahrten damals anbot, da war sie schon dreimal verheiratet gewesen und hatte zehn Kinder zur Welt gebracht. Ihr vorheriger Ehemann war der Fischer Hans Stuhr (1825-1841). Das reetgedeckte Haus, in dem sie lebte, ist heute nicht mehr erhalten. Es befand sich am Dellenberg Ecke Dorfstraße in Laboe und wurde 2013 nach langem Verfall schließlich abgerissen. Beeke Sellmer starb am 28. November 1861. Noch zu Lebzeiten übernahmen Bauer Christian Havemeister aus Laboe und sein Bootsknecht Jochen Dittmer, gleichfalls mit einem Segelboot, die Fährfahrten nach Kiel.

Beeke Sellmer 1857 Reimers 1865-min

1857

Havemeisters Seegelboot

Auf Beeke Sellmer folgte Chr. Havemeister aus Laboe mit seinem Knecht Jochen Dittmer, die eine Beförderung von Fracht und Passagieren über die Förde mit einem Segelboot fortsetzten. Dessen Vater Hinrich Havemeister war Hufner der Hufe Nr. 7 (heute Gemeinschaftspraxis Oberdorf 1), später Kätner der Kate Nr.21 (von 1631 bis 1830 im Besitz der Fischer Familie Dittmer) in der heutigen Parkstraße Nr.12 und auch einer von 21 Hafeninteressenten. Die Kate wurde 1941 abgebrochen.

Kate Nr 21 Dittmer Havemeister und Arp-min

1865

Kiel

Reederei Georg Holm & C. Krantz
Baujahr 1863 Schweffel & Howaldt Kiel
Länge 16,76m
Breite 3,05m
Tiefgang 1,60m

Als erster Bootsführer bot Georg Holm aus Kiel an Jahrmarkts- und Umschlagstagen Fahrten mit dem Dampfer „Kiel“ an. Er kooperierte einige Jahre später mit den Kielern Karl Krantz und Ernst Schlüter und weitete sein Angebot aus. Ab dem 7. Mai 1865 kam mit dem 1863 bei Schweffel & Howaldt gebauten Dampfer „Kiel“ die erste regelmäßige Dampferlinie. Die „Kiel“ fuhr anfangs zwei-, später dreimal täglich vom Fischerleger nach Laboe.

1865

Vorwärts

Reederei Christian Ahrens, Kiel
Baujahr 1865 Georg Howaldt Ellerbek, Baunummer 1

Georg Howaldt (* 24.03.1841 in Kiel – † 10.05.1909 in Wildbad), ein Sohn des Gründers der Maschinenbauanstalt und Eisengießerei Schweffel & Howaldt, pachtete in Ellerbek ein Gelände für seine erste kleine Werft. Der erste Schiffsbau in Ellerbek war die für den Reeder Christian Ahrens gebaute „Vorwärts“. Die Werft wurde 1867 vom Norddeutschen Bund übernommenen in Königliche Werft Kiel umbenannt (nach der Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 umbenannt in Kaiserliche Werft Kiel).

Im Jahr 1867 für der Werftbesitzer Georg Howalt mit der „Vorwärts“ zur Weltausstellung in Paris.

Vorwärts 1865-min

1865

Wilhelminenhöhe

Reederei H.F. Heuer, Gaarden
Baujahr 1865 Georg Howaldt Ellerbek, Baunummer 3
Eigner Kapitän Rubarth

Der Gastwirt Friedrich Heuer war der Besitzer der Wilhelminenhöhe und besaß die Fährgerechtsame für die Verbindung Wilhelminenhöhe – Kiel. Die Vereinigung Kieler Bootsführer für die entgegengesetzte Richtung.

Die „Wilhelminenhöhe“ wurde später in „Pfeil“ umbenannt.

Wilhelminenhöhe von HF Heuer Gaarden-min

1865

Concurrent

Reederei Vereinigung Kieler Bootsführer
Baujahr Rendsburg

Die von der Vereinigung Kieler Bootsführer erworbene „Concurrent“ diente als Gegenstück zur Gaardener Fähre „Wilhelminenhöhe“. Die sogenannte Schuhmachertorfähre fuhr in einer Art Gemeinschaftsdienst.

1866

Lorelei

Reederei H.F. Heuer, Gaarden
Baujahr 1866 Howaldtswerke Kiel Baunummer 4
Eigner

Da die Größe der Wilhelminenhöhe und Concurrent nicht ausreichte und mehr Gäste in Heuers Lokal Wilhelminenhöhe auch mehr Einnahmen bedeuteten, ließ er schließlich die Lorelei bauen. Die Leute fuhren gerne zu Heuers Lokal, da man hier in Ruhe feiern konnte, weil sich die Kieler Polizei, im damals noch klösterlichen Gaarden, nicht blicken ließ. Die Fähren fuhren teilweise bis Nachts um 2:00 Uhr.

Loreley 1867

1866

Heinrich Adolf

Reederei Friedrich Holm
Baujahr 1866 Schweffel & Howaldt Kiel Baunummer 6
Eigner

Die Heinrich Adolf war bereits ein wahrlicher Musikdampfer, denn zur Unterhaltung der Passagiere spielte eine mechanische Orgel. Die Fahrt von Kiel nach Laboe kostete drei Schillinge.

Heinrich Adolph - Holzschiffwerft Reuter & Ihms um 1870

1866

Asträa

Reederei Ludwig Walbaum
Baujahr Reiherstiegwerft Hamburg
Länge 13,50m
Breite 2,50m

Die Asträa fuhr als erstes Fährschiff zwischen der Schwentinemündung und Kiel. Sie war ein ehemaliger Alsterdampfer aus Hamburg und wurde vom Dietrichsdorfer Ludwig Walbaum und seinem Partner Claus Stelting erworben.

1866

Concordia

Reederei Ludwig Walbaum
Baujahr
Länge 16,80m
Breite 3,00m
Tiefgang 1,50m

Der ehemalige Alsterdampfer „Stör“ löste die „Asträa“ als Fähre mit dem Namen „Concordia“ ab. Sie wurde aber auch für gelegentliche Schleppaufträge benutzt, welche mehr Geld brachten. Ludwig Walbaum nahm es mit dem Liniendienst zwischen der Schwentinemündung und Kiel nicht so genau. 1882 wurde das Schiff verschrottet und durch die „Germania“ abgelöst.

1867

Courier

Reederei Ernst Schlüter (Grüne Linie)
Baujahr 1867 C.E. Norman Göteborg
Länge 19,05m
Breite 3,64m
Tiefgang 1,60m
Eigner Ernst Schlüter, Hans Wiese & Fritz Schütt

Ein Kieler Konsortium holte 1867 den in Schweden angekauften Dampfer „Courier“ nach Kiel. Dieser lief ab 1867 Kiel – Heikendorf – Laboe an. Kaptän wurde der bekannte Schiffsführer Heinrich Möller aus Laboe. Kassierer war Karl Bruhn, der später am Seegarten ein namenhaftes Speditionsgerschäft eröffnete. 1887 wurde das Schiff von der NDC übernommen und 1889 weiter verkauft.

Courier 1867

1872

Apenrade / Neumühlen

Reederei A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie)
Baujahr 1865 Howaldtswerke Kiel Baunummer 2

Die „Neumühlen“ wurde als „Apenrade“ 1865 als zweites Schiff bei Howaldt gebaut und ging zunächst nach Apenrade an den Reeder P.B. Hansen.

August C. Hansen setzte sie ab dem 15. Februar 1872 als Fähre zwischen der Schwentinemündung und Kiel ein. Nachdem die Fährgäste von Ludwig Walbaums Fähren „Asträa“, später „Concordia“ und „Germania“, immer wieder für Schleppaufträge sitzengelassen wurden. 1887 verkaufte Walbaum nach erbittertem Konkurrenzkampf und dem Tod seiner beiden Söhne, seine Fährgerechtsame mit dem Dampfer Germania an A.C. Hansen.

Blaue Dampferlinie - Neumühlen - 1865

1875

Klaus Groth

Reederei Friedrich Holm
Baujahr 1875 Norddeutsche Werft
Eigner

Auf der ersten Strecke der NDC fuhr 1896 der von Friedrich Holm erworbene Dampfer „Klaus Groth“, von Kiel über Seegarten und Bellevue zur Dampferbrücke am Leuchtturm Holtenau. Später führte die Linie weiter nach Friedrichsort. 1888, nach Übernahme der VDG („Grüne Linie“ & „AG „Verein“ Heikendorf“), liefen die Dampfer Laboe und Strande an und fuhren als Ausflugsdampfer um das Feuerschiff Kiel.

Klaus Groth 1888

1875

Holm, Krantz & Schlüter

Im Jahr 1875 nahmen Friedrich Holm und Karl Krantz, Ernst Schlüter als Partner auf.

1875

Aktiengesellschaft "Verein" Heikendorf

Im Jahr 1875 gründeten Heikendorfer Bauern eine Aktiengesellschaft, die sich und den Schiffen den Namen „Verein“ gab und mit sogenannten Burendampern einen Linienverkehr zwischen Kiel und Heikendorf aufbaute. Korrespondenzreeder der AG war Peter Krützfeld aus Laboe. Der Schiffsführer des ersten Dampfers „Verein“ war Dietrich Ihms aus Möltenort. Nachdem auch der zweite Dampfer „Verein II“ in Dienst gestellt worden war, wurden 1877 im Winter 3 und im Sommer 4 tägliche Fahrten von Kiel über Bellevue , Altheikendorf, Möltenort und Friedrichsort nach Laboe gefahren. Die sogenannten Burendampfer Verein I und II wurden unter anderem auch vom Schiffer Christian Engelke, später Posthalter und Wirt des Seegartens gefahren.

1875

Verein I

Reederei AG „Verein“ Heikendorf
Baujahr 1875 Norddeutsche Werft
Länge 20,50m
Breite 4,13m
Tiefgang 2,11m

Die Gesellschaft „Verein“ gab kurz nach ihrer Gründung diesen Neubau in Auftrag. Zu Beginn befuhr die Gesellschaft die Linie Heikendorf – Kiel. Später fuhr sie aber auch Laboe und Friedrichsort an.

1877

Express

Reederei Ernst Schlüter (Grüne Linie)
Baujahr 1877 Howaldtswerke Kiel Baunummer 15
Eigner Ernst Schlüter, Hans Wiese & Fritz Schütt

Zu der Courier gesellte sich 1877 die bei Howaldt gebaute „Express“. Bestellt wurde sie von Holms & Krantz Partner Ernst Schlüter. Sie fuhr auf der Linie Kiel – Bellevue – Heikendorf – Möltenort – Friedrichsort – Laboe. Sie wurde 1887 von der NDC übernommen und 1900 nach Rendsburg verkauft.

1877

Grüne Linie

Als sich die „Express“ zu der „Courier“ gesellte, bildeten diese beiden Dampfer die Grüne Linie, deren Besitzer Ernst Schlüter (Kiel), Hans Wiese (*1800 – ✝1870 Wilhemsallee 1 in Laboe) und Fritz Schütt (Möltenort) waren. Es waren grüne Dampfer die unter der schleswig-holsteinischen Flagge, mit einer gelben Gösch in der oberen Ecke am Liek fuhren. Farben die sich auch heute in der Linienfahrt auf der Kieler Förde wiederfinden lassen.

1878

Verein II

Reederei AG „Verein“ Heikendorf
Baujahr 1878 Howaldtswerke Kiel
Länge 20,50m
Breite 4,50m
Tiefgang 2,23m

Drei Jahre nach Indienststellung der „Verein“, folgte die „Verein II“. Das Schiff wurde 1887 von der NDC übernommen, 1900 an F. Scheel ( Linie Kiel – Ellerbek ) verkauft und 1904 weiter nach Berlin.

Verein II

1879

Vereinigte Dampfschiffahrts Gesellschaft

Aus wirtschaftlichen Gründen schlossen sich 1879 schon vier Jahre nach Gründung des „Vereins“ die AG der Heikendorfer Bauern und die „Grüne Dampferlinie“ zur VDG zusammen.

1881

Helene

Reederei A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie)
Baujahr 1881 Howaldtswerke Kiel Baunummer 45
Schiffsführer Hintz
Decksmann Jochen Blankau

Die 1881 gebaute Helene, war Hansens erster Dampfer mit blauem Anstrich. 1985 fuhr die Kaiserin Friedrich (Victoria von Großbritannien und Irland), nach einem Besuch bei der Gräfin Rantzau (Bismarcks Tochter) auf Schloss Dobersdorf, mit der Helene von Neumühlen nach Kiel. Sie wollte zu ihrem Sohn Prinz Heinrich von Preußen, der zu dieser Zeit im Kieler Schloss wohnte. Sie und ihr Kammerdiener verpassten fast das Schiff und hatten kein Geld bei sich, weshalb der Kammerdiener die Schulden von 20 Pfennig später beglich. Ein fürstliches Trinkgeld für die Besatzung gab es nicht.

1881

Kiel

Reederei Vereinigung Kieler Bootsführer
Baujahr 1881 Howaldtswerke Kiel Baunummer 46
Länge 17,24m
Breite 4,89m
Tiefgang 2,01m

Die Vereinigung Kieler Bootsführer ließ 1881 ein neues und größeres Schiff als die „Concurrent“ bei Howaldt bauen, um ihre Einnahmen auf der Route Kiel – Wilhelminenhöhe weiter zu steigern. Sie war das Schwesterschiff der für A.C. Hansen bestimmten „Helene“. Die „Kiel“ ist zusammen mit der „Wilhelminenhöhe II“ bis zum Einstellen der Verbindung zwischen Kiel und Gaarden im Jahre 1908 gefahren. Die Kosten für eine Fahrt betrugen damals 5 Pfennig für Erwachsene und 2 Pfennig für Kinder. Sie wurde nach Lübeck verkauft und fuhr dort als „Nixe“.

1881

Germania

Reederei Ludwig Walbaum
Baujahr 1867 Carlshütte Rendsburg
Länge 15,46
Breite 3,42
Tiefgang 1,94

Die „Germania“ wurde vor ihrem Dienst zwischen Neumühlen und Kiel, als Dampfboot auf dem Plöner See, unter dem Namen „Plön“ eingesetzt. Sie kam über die Schwentine nach Kiel. Am 1. Dezember 1887 wurde das Schiff samt Fährgerechtsamen für 40.000 Mark an A.C. Hansen verkauft. 1890 verkaufte dieser das Schiff an Carlos de Cardone, der es ins Mittelmeer holte.

1883

Frieda

Reederei A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie)
Baujahr 1883 Howaldtswerke Kiel

1884

Wilhelminenhöhe II

Reederei H.F. Heuer, Gaarden
Baujahr

Im Jahr 1884 übernahm Heuer die Wilheminenhöhe II von Reuter & Ihms. Ein Schiff mit einer 40PS Einzylindermaschine.

1885

Telegraph

Reederei Ernst Schlüter
Baujahr 1885 Howaldtswerke Kiel

Die Telegraph wurde 1885 von Ernst Schlüter bei Howaldt gebaut und ersetzte die nach Friedrichstadt verchartete Courier in der VDG.

1886

Neue Dampfer Companie

Die Neue Dampfer-Companie (NDC, später auch Neue Dampfer Compagnie) gründete der Reeder August Sartori im Jahr 1886.

Im Dezember 1886 wurde aus Anlass des Nord-Ostsee-Kanalbaus und eines entsprechenden Verkehrsbedürfnisses die NDC als Gesellschaft von Kieler Kaufleuten gegründet. Als Gründer und Geschäftsführer werden August Sartori, Jörg W. Seibel erwähnt. Weiter an der Gründung beteiligt waren Apotheker Rüdelsen, Kaufmann Leopold, Bankdirektor Liesegang, Landeshauptmann v. Graba, die Gebrüder Howaldt und Rentier p. Behnke. Das Unternehmen bot Fördefährschifffahrten, Ausflugsfahrten und Schleppschifffahrten mit über 29 eigenen Schiffen (Stand 1911) an. Genannt die Schwarze Dampferlinie, der Name bezog sich auf die Farbe des Anstriches der Schiffe. Auf der ersten Strecke der NDC fuhr der von Friedrich Holm erworbene Dampfer Klaus Groth, von Kiel über Seegarten und Bellevue zur Dampferbrücke am Leuchtturm Holtenau. Später führte die Linie weiter nach Friedrichsort. 1888 liefen die Dampfer Laboe und Strande an und fuhren als Ausflugsdampfer um das Feuerschiff Kiel.

Das Entstehen der NDC war auch eine Folge der sich aufgrund des Kaiser-Wilhelm-Kanal-Baues veränderten Verkehrsströme auf der Kieler Förde: Sartori & Berger hatte Agenturen am Kanal und mit der Schwarzen Dampferlinie ermöglichte August Sartori den Angestellten, zum Kanal zu fahren.

Die NDC war eines der Vorläufer-Unternehmen der KVAG-Abteilung Schifffahrt und der daraus hervorgegangenen Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel: 1905 wurde als städtischer Eigenbetrieb die Hafenrundfahrt AG (Harufag) gegründet, die mit der NDC fusionierte (1938) und 1939 in die Kieler Verkehrsaktiengesellschaft (KVAG) umbenannnt wurde.

NDC - Neue Dampfer Compagnie

1887

Dahlström

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1887 Howaldtswerke Kiel Baunummer 153
Länge 25,00m
Breite 5,80m
Tiefgang 2,40m

Der Dampfer „Dahlström“ wurde ab dem 1. März 1887 eingesetzt. Später fuhr er mehr und mehr als Schlepper und für Extratouren. Nach jahrelangem Einsatz für Viehtransporte verwendet und 1918 verkauft.

1887

Bismark

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1887 Howaldtswerke Kiel Baunummer 154
Länge 25,00m
Breite 5,80m
Tiefgang 2,50m

Die Bismark fuhr ab dem 1. April 1887 auf der Route Kiel – Holtenau – Friedrichsort. Nach jahrelangem Einsatz für Viehtransporte verwendet und 1918 nach Leer verkauft.

Schwarze Dampferlinie NDC - Bismark Bug am Bootshafen 1893

1887

Möwe

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1887 Howaldtswerke Kiel Baunummer 155
Länge 13,70m
Breite 5,00m
Tiefgang 1,60m

Die Möwe fuhr ab Mai 1887 bis zum 26. April 1899 für die NDC auf der inneren Hafenlinie in Kiel. Ab 1899 fuhr sie als Maagen in Dänemerk.

Schwarze Dampferlinie NDC - Möwe - Maagen - Howaldtswerke Kiel 1887

1887

Schwalbe

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1887 Howaldtswerke Kiel Baunummer 156
Länge 13,70m
Breite 5,00m
Tiefgang 1,60m

Die Schwalbe fuhr ab Mai 1887 für die NDC auf der inneren Hafenlinie in Kiel. Sie wurde 1918 verkauft.

1887

Libelle

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1887 Howaldtswerke Kiel Baunummer 157
Länge 13,70m
Breite 5,00m
Tiefgang 1,60m

Die Libelle fuhr ab Mai 1887 für die NDC auf der inneren Hafenlinie in Kiel. Das Schiff wurde 1918 verkauft.

1888

Neue Dampfer Companie übernimmt VDG

Am 1.1.1888 übernahm die NDC die VDG („Grüne Linie“ & „AG „Verein“ Heikendorf“) einschließlich der Schiffe „Verein“, „Verein II“, „Express“, „Telegraph“ und „Heinrich Adolf“. Sie hatte nun die Möglichkeit die Ostseite der Kieler Förde zu bedienen.

1888

Neue Dampfer Companie übernimmt F.A. Heuer

Im Jahr 1888 übernahm die NDC auch die Rechte der Linie Wilhelminenhöhe – Kiel von Friedrich Heuer inklusive der „Wilhelminenhöhe II“. 1901 verkaufte die NDC die Rechte an die Allgemeine Lokal- und Straßenbahn A.G. (Eine Tochter der AEG), welche damals eine einheitliche Schiffs- und Bahnverbindung zwischen Ost- und Westufer anstrebte.

1888

Boetticher

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1888 Howaldtswerke Kiel Baunummer 169
Länge 20,80m
Breite 5,20m
Tiefgang 2,10m

1918 verkauft an August Blume in Rendburg.

Schwarze Dampferlinie NDC - Boetticher

1888

Maybach

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1888 Howaldtswerke Kiel Baunummer 170
Länge 20,80m
Breite 5,20m
Tiefgang 2,10m

1910 verkauft an Tismer in Berlin.

Schwarze Dampferlinie NDC - Maybach

1890

Georg

Reederei A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie)
Baujahr 1890 Howaldtswerke Kiel
Georg - Seegartenbrücke
Blaue Dampferlinie - Georg 1914 in Kiel Seegarten - 1899

1890

Goßler

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1890 Howaldtswerke Kiel Baunummer 216
Länge 22,30m
Breite 5,90m
Tiefgang 2,20m

1918 verkauft.

1890

Steinmann

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1890 Howaldtswerke Kiel Baunummer 217
Länge 22,30m
Breite 5,90m
Tiefgang 2,20m

1908 verkauft an Trave Dampfschiffahrt H. & j. Wetterich in Lübeck.

1894

Hollmann

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1894 H. Koch, Lübeck Baunummer 64
Länge 37,22m
Breite 7,75m
Tiefgang 2,51m

Im Jahr 1894 war ein Schiff wie dieser Salondampfer in Größe und Komfort seiner Zeit weit vorraus. Als Ausflugsdampfer und Regattabegleitschiff haben viele Kieler das Schiff kennengelernt. Im Dezember 1911 wurde das Schiff an den Lübecker Kapitän H. Wetterich verkauft.

Schwarze Dampferlinie NDC - Hollmann

1894

Helene

Reederei A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie)
Baujahr 1894 Howaldtswerke Kiel

1896

Präsident Koch

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1896 Howaldtswerke Kiel Baunummer 302
Länge 28,85m
Breite 6,53m
Tiefgang 2,82m

1918 verkauft.

1896

Johann Schweffel

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1896 Howaldtswerke Kiel Baunummer 311
Länge 25,80m
Breite 5,70m
Tiefgang 2,15m

1911 nach Stralsund verkauft und in „Hiddensee“ umbenannt.

1897

August

Reederei A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie)
Baujahr 1897 Howaldtswerke Kiel
Blaue Dampferlinie - August - 1897

1899

Admiral von Knorr

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1899 Howaldtswerke Kiel Baunummer 352
Länge 26,00m
Breite 5,70m
Tiefgang 2,10m

1918 nach Rendsburg verkauft.

Schwarze Dampferlinie NDC - Admiral v Knorr 1911 - Howaldtswerke Kiel 1899

1899

Admiral Koester

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1899 Howaldtswerke Kiel Baunummer 353
Länge 26,00m
Breite 5,70m
Tiefgang 2,10m

1918 nach Rendsburg verkauft.

1899

Hertha

Reederei A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie)
Baujahr 1899 Howaldtswerke Kiel
Blaue Dampferlinie - Hertha - 1899

1899

Heinrich

Reederei A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie)
Baujahr 1899 Howaldtswerke Kiel Baunummer 361
Länge 23,78m
Breite 6,70m
Tiefgang 2,06m
Kapazität 416 Passagiere

Die Heinrich wurde 1935 umgebaut. 1949 wurde der Rumpf völlig erneuert und sie kam anschließend im Berufsverkehr für die Howaldtswerke zum einsatz. Der Dienst wurde 1957 eingestellt. 1965 wurde sie aus dem Schiffsregister gestrichen und nach Dänemark zum verschrotten verkauft.

Blaue Dampferlinie - Heinrich 1963 stillgelegt - 1899

um 1900

Blaue Dampferlinie

Die Blaue Dampferlinie des Wellingdorfer Reeders August Christian Hansen, die auf der Strecke vom Seegarten nach Neumühlen-Dietrichsdorf verkehrte. Sie wurde im Jahre 1965 als letzte private Passagierlinie in die KVAG eingegliedert

Außer bei Eisgang pendelten die Dampferlinien bis zum Ersten Weltkrieg in kurzem Takt zwischen Kiel, Friedrichsort und Laboe. Der wirtschaftliche Abschwung in der Weimarer Zeit brachte Linieneinstellungen, Fahrpreiserhöhungen und Schiffsverkäufe. Später gewannen Straßenbahnen und Busse an Bedeutung, die in der Hafenrundfahrt AG bzw. der Kieler Verkehrsaktiengesellschaft zusammengefasst wurden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg dienten die Fördeschiffe zunehmend dem Ausflugsverkehr und hatten einen kurzen Aufschwung, bevor der private PKW-Verkehr die Dampfer verdrängte. Die Dampfer waren nur noch eine touristische Attraktion Kiels, wenn sie im Sommer Gäste zu den Stränden an der Förde brachten.

1900

Podbielski

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1900 Howaldtswerke Kiel Baunummer 362
Länge 29,94m
Breite 6,41m
Tiefgang 2,90m

1918 verkauft nach Kappeln.

1900

Thielen

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1900 Howaldtswerke Kiel Baunummer 370
Länge 29,94m
Breite 6,41m
Tiefgang 2,69m

Die Thielen wurde 1923 zum Schlepper umgebaut und zu „Howacht“ umbenannt und 1927 nach Argentinien verkauft.

1901

Brefeld

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1901 Howaldtswerke Kiel Baunummer 381
Länge 26,20m
Breite 5,80m
Tiefgang 2,80m

1918 verkauft.

1903

Minister Möller

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1903 Howaldtswerke Kiel

1903

Adler

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1903 Howaldtswerke Kiel

1903

Budde

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1903 Howaldtswerke Kiel Baunummer 395
Länge 21,70m
Breite 5,72m
Tiefgang 2,15m

1919 verkauft nach Emden.

1903

Kraetke

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1903 Howaldtswerke Kiel Baunummer 396
Länge 21,72m
Breite 5,71m
Tiefgang 2,14m

1918 verkauft nach Stralsund.

1905

Alice

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1905 Howaldtswerke Kiel Baunummer 434
Länge 15,00m
Breite 3,10m
Tiefgang 1,34m

1909 verkauft.

1905

Hafenrundfahrt AG

Die Hafenrundfahrt AG (Harufag) war ein Eigenbetrieb der Stadt Kiel.

Die Weiße Dampferlinie (auf Grund der Farbe des Anstriches) der Harufag fuhr anfangs von der Kieler Innenstadt aus nach Falckenstein. Einer der Direktoren der Weißen Dampferlinie war der Holtenauer Hans Grimm. Ihm gelang es, die Neue Dampfer-Compagnie (NDC) einzugliedern. Im Jahr 1938 fuhren auf seine Initiative die ersten beiden Dampfer mit Dieselmotoren.

Die Kaiserliche Kanalverwaltung wurde verpflichtet, eine Kanalfährlinie zwischen Wik und Holtenau einzurichten. Da die Passagierzahlen bald für die kleinen Boote zu groß waren, mussten ab 1925 bis 1983 mit der Zusammenarbeit der Stadt Kiel größerer Schiffe der Harufag bzw. der KVAG eingesetzt werden: der 1906 gebaute Dampfer Dietrichsdorf und von 1931 bis 1955 die noch kohlenbetriebene, mit Heizer und Kassierer (obwohl die Kanalfähre kostenlos war und ist) besetzte Holtenau, danach die Wik und die Hafenbarkasse Hubert. 1937 übernahm die Harufag die Holsteinische Autobus GmbH und 1939 wurde sie in die Kieler Verkehrsaktiengesellschaft (KVAG) umbenannt.

Weisse-Dampfer-Linie-30

1905

Prinz Heinrich

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie) / Kieler Verkehrsgesellschaft
Baujahr 1905 Howaldtswerke Kiel Baunummer 435
Länge 27,60m
Breite 6,40m
Tiefgang 2,50m

Als die Pläne zur Gründung der Hafenrundfahrt AG bekannt wurden, gab die NDC sofort zwei Salondampfer Neubauten in Auftrag. Im Jahr 1934 erhielt sie einen Krupp Diesel Motor. 1939 wurde das Schiff zum Schlepper „Hohwacht“ umgebaut und fuhr wärend des Krieges als Sonderschiff für das Sperrwaffenversuchskommando der Kriegsmarine. Nach dem Krieg wurde sie als Aushilfsschiff für Schlepp und Personenfahrten eingesetzt und half 1955 bei dem Wiederaufbau Helgolands. Das Schiff wurde 1962 stillgelegt und in Kiel verschrottet.

Schwarze Dampferlinie NDC - Prinz Heinrich als Hohwacht

1905

Prinzessin Irene

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie) / Kieler Verkehrsgesellschaft
Baujahr 1905 Howaldtswerke Kiel Baunummer 436
Länge 27,60m
Breite 6,40m
Tiefgang 2,50m

Die Prinzessin Irene wurde 1934 mit einem Krupp Dieselmotor zum Motorschiff umgebaut. Die Aufbauten wurden vier Jahre später verändert. Am 4. Januar 1944 wurde das Schiff durch Bomben beschädigt und sank. Sie wurde gehoben und nach Hamburg zum verschrotten verkauft.

Schwarze Dampferlinie NDC - Prinzessin Irene 1944 - 1906

1906

Kitzeberg

Reederei Hafenrundfahrt AG (Weiße Linie)
Baujahr 1906 J.H.N. Wichhorst, Hamburg
Länge 23,50m
Breite 5,92m
Tiefgang 2,69m

Der Neubau war das erste Schiff der Hafenrundfahrt AG. 1936 nach Rendsburg verkauft.

Kitzeberg - Friedrich Krupp-Germaniawerft AG, Kiel 1929
Weiße Dampferlinie HaRuFAG - Kitzeberg - 1906

1906

Möltenort

Reederei Hafenrundfahrt AG (Weiße Linie)
Baujahr 1906 J.H.N. Wichhorst, Hamburg
Länge 23,50m
Breite 5,92m
Tiefgang 2,69m

Die Möltenort wurde am 8. April 1937 an Johs. Carstens in Rendsburg verkauft.

Weiße Dampferlinie HaRuFAG - Möltenort - 1906

1906

Heikendorf

Reederei Hafenrundfahrt AG (Weiße Linie)
Baujahr 1906 Stocks & Kolbe Kiel
Länge 21,65m
Breite 5,92m
Tiefgang 1,90m

Die Heikendorf wurde in späteren Jahren als Schlepper verwendet und 1926 an die Offene Handelsgesellschaft Lafferentz & Lehmann in Kiel verkauft. Sie wurde 1951 verschrottet.

Weiße Dampferlinie HaRuFAG - Heikendorf - 1906

1906

Dietrichsdorf

Reederei Hafenrundfahrt AG (Weiße Linie)
Baujahr 1906 Stocks & Kolbe Kiel
Länge 21,65m
Breite 5,92m
Tiefgang 1,90m

Am 25. Mai 1906 absolvierte die Dietrichsdorf ihre Probefahrt. Sie wurde 1937 zum Schleppdampfer hergerichtet. Sie wurde im zweiten Weltkrieg durch Bomben schwer beschädigt und im April 1945 an der Schlossbrücke im Kieler Hafen versenkt. Sie wurde im Oktober selben Jahres gehoben und anschließend verschrottet.

1906

Holtenau

Reederei Hafenrundfahrt AG (Weiße Linie)
Baujahr 1906 Stocks & Kolbe Kiel
Länge 21,65m
Breite 5,92m
Tiefgang 1,90m

Die Holtenau wurde nach der Fördefahrt ab 1923 als Viehtransporter eingesetzt. 1931 bis 1943 wurde sie als Kanalfähre eingesetzt Nach mehreren umbauten und Einsätzen als Schlepper, wurde sie 1984 als „Seestern“ abgewrackt.

Weiße Dampferlinie HaRuFAG - Holtenau 1910
Weiße Dampferlinie HaRuFAG - Holtenau um 1910

1906

Anna

Reederei A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie)/ Kieler Verkehrsgesellschaft
Baujahr 1906 Howaldtswerke Kiel Baunummer 448
Länge 16,95m
Breite 4,65m
Tiefgang 1,68m

Die „Anna“ wurde 1906 in Kiel gebaut und fuhr von 1922 bis 1930 um Rügen. 1936 wurde sie zum Motorschiff umgebaut, in „Ute“ umbenannt und in der Schwentine / Aussernförde eingesetzt. Im Jahr 1938 kam sie einige male in der Schlei zum einsatz und war ab 1939 im Marinedienst. Am 1. Oktober wurde sie von der KVAG übernommen und fünf Jahre später an den Gaardener Angelverein verkauft.

Blaue Dampferlinie - Anna - 1935
Ute

1907

Mönkeberg

Reederei Hafenrundfahrt AG (Weiße Linie)
Baujahr 1907 J.H.N. Wichhorst, Hamburg
Länge 24,70m
Breite 6,22m
Tiefgang 2,60m

1940 an die Wasserbaufirma H. Dehnin in Kiel verkauft und in „Pirat 8“ umbenannt.

1907

Kiel

Reederei Hafenrundfahrt AG (Weiße Linie)
Baujahr 1907 Stocks & Kolbe Kiel
Länge 30,00m
Breite 6,52m
Tiefgang 2,63m
Kapazität 414 Passagiere

Angesichts des großen Publikumsandrangs gab die Hafenrundfahrt AG diesen Doppeldecker in Auftrag. Sie lief am 17. April als erster Promenadendeckdampfer vom Stapel. Sie wurde 1923 nach Holland verkauft.

1907

Friedrichsort

Reederei Hafenrundfahrt AG (Weiße Linie)
Baujahr 1907 Gebr. Sachsenberg GmbH, Köln-Deutz
Länge 25,72m
Breite 6,53m

Die Friedrichsort entstand als zweiter Doppeldecker bi der Werft Gebr. Sachsenberg GmbH in Köln-Deutz. Sie wurde auf einer 44 Stunden Fahrt nach Kiel überführt. Das Schiff wurde zur Weltwirtschaftskriese nach Hamburg verchartert und ab 1923 als Viehtransporter eingesetzt. 1928 nahm sie wieder den Passagierverkehr auf der Kieler Förde auf. Sie wurde mehrmals umgebaut und im zweiten Weltkrieg beim Sperrwaffenversuchskommando (SVK) eingesetzt. Nach zwei Bombentreffern 1944, wurde das Schiff 1945 an die KVAG zurückgegeben und wieder umgebaut. Im November 1962 stieß die Friedrichsort mit dem Viehtransporter Varnaess zusammen und trug erhebliche Schäden am Bug davon. Sie wurde 1968 in Aufrechnung gegen die Reperatur des Schleppers Cormoran an die Werft Hagelstein & Co in Travemünde abgetreten.

Friedrichsort - Fähranleger Friedrichsort um 1910
Friedrichsort - Reventloubrücke um 1910

1907

Schleswig

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie) / Kieler Verkehrsgesellschaft
Baujahr 1907 Howaldtswerke Kiel Baunummer 466
Länge 28,50m
Breite 6,50m
Tiefgang 2,70m
Kapazität 433 Passagiere

Gebaut 1907 für die NDC als Schleswig. Am 26. August 1944 und 9. April 1945 durch Bomben getroffen. Nach dem zweiten Weltkrieg umgebaut und mit dem Namen Holsatia bei der KVAG. Ab dem 23. Oktober 1961 als Jürgensby in Flensburg. Im Jahr 1966 in Flensburg verschrottet.

Schwarze Dampferlinie NDC - Schleswig später Holsatia - Howaldtswerke Kiel 1907

1907

Holstein

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie) / Kieler Verkehrsgesellschaft
Baujahr 1907 Howaldtswerke Kiel Baunummer 467
Länge 28,50m
Breite 6,50m
Tiefgang 2,70m
Kapazität 433 Passagiere

Die 1907 an die Reederei NDC abgelieferte Dampffähre Holstein wurde 1934 zum Motorschiff umgebaut. 1942 wurde das von der Kieler Verkehrs AG übernommene Schiff an die Luftwaffe übergeben. Es tat seinen Fährdienst zwischen Gotenhafen und Hexengrund (Torpedowaffenplatz der Luftwaffe). Bei einem dieser Fährdienste lief das Schiff querab von Oxhöft auf eine Mine und sank.

Holstein - 1925
chwarze Dampferlinie NDC - Holstein - Howaldtswerke AG Kiel 1907

1907

Nord

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1907 Neptun Werft, Rostock Baunummer 314
Länge 24,00m
Breite 6,00m
Tiefgang 2,90m

Aufgrund der Konkurrenz durch die Hafenrundfahrt AG sollten schnellstens vier neue Dampfer für die NDC gebaut werden. Die Howaldtswerke konnten diesen Auftrag nicht schnell genug erfüllen, somit ging dieser an die Neptun Werft in Rostock. Der erste fertiggestellte Dampfer war die „Nord“. 1919 wurde sie an die Kieler Reederei Karl Grammerstorf verkauft und zum Schlepper umgebaut. Ende 1922 erfolgte ein Weiterverkauf nach Finnland.

1907

Ost

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1907 Neptun Werft, Rostock Baunummer 315
Länge 24,00m
Breite 6,00m
Tiefgang 2,90m

Der zweite fertiggestellte Dampfer für die NDC, war die „Ost“. 1919 wurde sie auch an die Kieler Reederei Karl Grammerstorf verkauft und zum Schlepper umgebaut. Im Jahr 1931 wurde sie als „Karl Grammerstorf II“ an Polensky & Zöllner in Berlin verkauft und zu „Sapowa“ umbenannt.

1907

Süd

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1907 Neptun Werft, Rostock Baunummer 316
Länge 26,00m
Breite 6,40m
Tiefgang 2,60m

Der dritte von der Neptun Werft gebaute Dampfer für die NDC, war die „Süd“. Sie wurde 1935 zum Schlepper „Bülk“ umgebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie weiter als Schlepper und für die Passagierfahrt am Wochenende eingesetzt. 1955 half sie bei dem Wiederaufbau Helgolands und wurde 1964 nach Holland verkauft.

Bülk ex Süd - 1963

1907

West

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1907 Neptun Werft, Rostock Baunummer 317
Länge 24,00m
Breite 6,00m
Tiefgang 2,90m

Der vierte und letzte in Rostock fertiggestellte Dampfer für die NDC, war die „West“. Auch diese wurde 1919 an Karl Grammerstorf verkauft. 1922 erfolgte ein Weiterverkauf nach Portugal.

1907

Laboe

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie) / Kieler Verkehrsgesellschaft
Baujahr 1907 Howaldtswerke Kiel Baunummer 462
Länge 36,00m
Breite 7,93m
Tiefgang 3,16m
Kapazität 850

Nach Umbau 1948:

Länge 40,18m
Breite 7,93m
Tiefgang 3,80m
Kapazität 750

Die Laboe wurde im Januar 1907 auf den Howaldtswerken Kiel, als Dampfschlepper für die NDC fertiggestellt. Im Juni 1929 wurde sie motorisiert und zum modernen Passagierschiff umgebaut. 1939 wurde sie an die Kriegsmarine verchartert und als Sonderschiff des Nachrichtenversuchskommandos eingesetzt. Ende des Krieges hielt sich das Schiff in Dänemark auf und dem Kapitän wurde auf Nachfrage geraten, dort vorerst zu bleiben und sich möglichst unsichtbar zu machen. Später kam sie wieder nach Kiel zurück und wurde auf der Förde eingesetzt. Von 1947 bis Dezember 1948 folgte ein Ausbau und Modernisierung bei den Howaltswerken in Kiel. Mit der erneuten Indienststellung tauchte zum ersten mal die neue KVAG Schornsteinmarke (Blau-weiß-rot auf gelben Mantel) auf. Am 9. Juli 1972 gab es ein Feuer an Bord der zwischenzeitlich mehrmals vercharterten, inzwischen zu „Knud Viking“ umbenannten Laboe, in Kopenhagen. Der Aufbau brannte aus und das Schiff wurde daraufhin verschrottet.

Schwarze Dampferlinie NDC - Laboe - Howaldtswerke Kiel 1907

1907

Primus

Reederei Stadt Kiel
Baujahr 1907 Howaldtswerke Kiel Baunummer 463
Länge 30,00m
Breite 10,50m
Tiefgang 3,51m
Kapazität 600

Die Primus war – ebenso wie die baugleichen Secundus und Tertius – eine von drei Schiffen, die zwischen 1907 und 1945 als Gaardener Fähren eingesetzt wurden. Die Fähren waren an der Zahl der Ringe im Schornstein zu unterscheiden. Die Bauart entsprach der von amerikanischen Fähren, das heißt, sie hatten symmetrische Schiffsenden, sie brauchten also beim An- und Ablegen nicht zu wenden. Waren die Schiffe in Fahrt, wurde das nicht benötigte Ruder festgesetzt. Die Positionslampen schalteten sich automatisch um. Jedes Schiff durfte 600 Personen aufnehmen und sie über die 300 Meter lange Strecke befördern, oder es konnten mit jeder Fähre jeweils drei Pferdefuhrwerke übergesetzt werden. Die Schiffe fuhren von 5:50 Uhr bis 22:00 Uhr. Dafür mussten Erwachsene einen Fahrpreis von 5 und Kinder von 2 Pfennigen bezahlen. Einige durften allerdingst nicht an Bord: Betrunkene, Leichenwagen sowie Müll- und Fäkalieneimerwagen waren von der Beförderung ausgeschlossen. Die Primus ging 1945 an die Verwaltung des Nord-Ostsee-Kanals und wurde als Kanalfähre in Brunsbüttel eingesetzt. Sie fuhr dort unter dem gleichen Namen bis 1966, wo sie erneut verkauft wurde und schließlich als Arbeitsprahm einer Wasserbaufirma endete.

Primus Stapellauf bei Howaldtswerke in Dietrichsdorf 1907
Primus - 1909
Primus Dampfwagenfähre

1908

Secundus

Reederei Stadt Kiel
Baujahr 1907 Howaldtswerke Kiel Baunummer 464
Länge 30,00m
Breite 10,50m
Tiefgang 3,51m
Kapazität 600

Die Fähre Secundus wurde bald ausgemustert und verkauft.

Secundus - 1916
Secundus in Hintergrund Vorstadt

1908

Tertius

Reederei Stadt Kiel
Baujahr 1907 Howaldtswerke Kiel Baunummer 465
Länge 30,00m
Breite 10,50m
Tiefgang 3,51m
Kapazität 600

Die 1944 durch Bombentreffer versenkte Tertius wurde nach dem Krieg gehoben und von 1948 bis 1952 vor Düsternbrook als Badeponton genutzt, bevor sie am Eisenbahndamm verschrottet wurde.

Teritus 1910
Teritus am Gaardener Anleger
Tertius - 1948

1910

Lauenburg

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1910 Howaldtswerke Kiel Baunummer 36
Länge 26,00m
Breite 6,40m
Tiefgang 2,60m

Die Lauenburg wurde 1939 umgebaut und mit einem Dieselmotor versehen. Der Name wurde anschließend in „Klaus Groth“ geändert, was Erinnerungen an das erste Schiff der NDC weckte. Wärend des zweiten Weltkriegs fuhr das Schiff als Sonderschiff für das Nachrichtenversuchskommando (NVK). Sie kenterte am 26. Februar im Fehmarnbelt. Sie wurde 1952 von Tauchern gefunden, innerhalb von sechs Wochen gehoben und nach Kiel geschleppt. Der Plan das Schiff wieder flott zu machen wurde aufgegeben und das Schiff wurde bis auf seinen Motor verschrottet. Dieser wurde 1955 in die einstige Kanalfähre „Holtenau“ eingebaut.

Schwarze Dampferlinie NDC - Lauenburg 1914

1911

Düsternbrook

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1911 Howaldtswerke Kiel Baunummer 552
Länge 32,25m
Breite 6,85m
Tiefgang 2,85m

Die Düsternbrook vor rund vier Meter länger als ihre Vorgängertypen. Sie verblieb während der zweiten Weltkriegs in der Fördefahrt. Sie wurde nach zweimaligen Bombenschäden am 24. Juli 1944 in Kiel versenkt. Sie wurde gehoben und nach Dänemark zur Reperatur gebracht, wo sie anschließend spurlos verschwand.

Schwarze Dampferlinie NDC - Düsternbrook

1917

Gaarden

Reederei Hafenrundfahrt AG (Weiße Linie)
Baujahr 1917 GDresdener Maschinenfabrik und Schiffswerft Übigau AG, Dresden
Länge 28,00m
Breite 6,82m
Tiefgang 2,20m

Die Gaarden wurde nach einer Probefahrt am 11. Januar 1917 übernommen. Sie wurde aufgrund ihrer wasserdichten Quer- und Längsschotte, von der Hafenrundfahrt AG als unsinkbar vermarktet und bekam das „Unsinkbarzeichen“ des Germanischen Lloyds. Nach einem gescheiterten Versuch den Dampfer in der Hamburger Elbe Fährfahrt einzusetzen, verhalf sie den Schiffen der Weißen Linie zu ihrem Spitznamen „Plätteisen“. Während des zweiten Weltkriegs verblieb die Gaarden in der Fördefahrt und wurde zeitweise als Fähre zwischen Kiel und Holtenau eingesetzt. Am 29. März 1946 musste sie völlig überraschend an die UdSSR ausgeliefert werden.

Gaarden - Freiheitszug der Matrosen in Wilhelmshaven 1924

1925

Vossbrook

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1925 Howaldtswerke Kiel Baunummer 672
Länge 32,00m
Breite 7,40m
Tiefgang 2,80m

Am 18. November 1924 gab die NDC einen Salondampfer Neubau in Auftrag, der sich an den letzten Vorkriegsbau „Düsternbrook“ anlehnte. Sie lief am 1. April in Kiel als 30. NDC Neubau bei den Howaldtswerken vom Stapel. Es war der letzte „Dampf“schiff Neubau der NDC. Anschließend wurde auf Dieselantrieb gesetzt. Das Schiff erlitt im Krieg vier schwere Bombenschäden und wurde 1946 an die UdSSR abgegeben.

Schwarze Dampferlinie NDC - Vossbrook - 1925

1925

Libelle

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1925 Bootswerft Arp, Laboe
Länge 20,00m
Breite 4,20m
Tiefgang 1,70m
Kapazität 170 Passagiere

Die Libelle kam ab dem 19. Juli als erste durch Diesel betriebene NDC Fähre zwischen Schilksee, Strande und Laboe zum einsatz. Sie wurde 1938 verkauft.

1927

Schilksee

Baunummer 678

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1927 Howaldtswerke Kiel
Länge 28,00m
Breite 7,00m
Tiefgang 2,34m

Die Schilksee und Strande dienten als Freundschaftsdienst für die Überwindung der schweren auftragslosen Zeit der Howaldtswerke Kiel. Im Krieg fuhr die Schilksee für die KMD als Lotsenschiff im Fehrmarnbelt, anschließend als Transportschiff für die TVA Eckernförde. Am 11. Juli 1946 musste das Schiff an die UdSSR abgegeben werden. 1947 wurde sie an Polen übergeben, wo sie als „Grazyna“ fuhr.

1928

Strande

Reederei Neue Dampfer Companie NDC (Schwarze Linie)
Baujahr 1928 Howaldtswerke Kiel Baunummer 689
Länge 28,10m
Breite 7,23m
Tiefgang 2,34m

Die Strande überstand den zweiten Weltkrieg im Dienst in der Kieler Förde, wurde aber durch Bomben am 5. Januar und 24. Juli 1944 schwer beschädigt. Sie musste 1946 an die UdSSR übergeben werden.

Schwarze Dampferlinie NDC - Strande 1945 - 1928

1934

Stadt Kiel

Reederei Hafenrundfahrt AG (Weiße Linie) / Kieler Verkehrsgesellschaft
Baujahr 1934 Krupp Germaniawerft Kiel
Länge 28,13m
Breite 7,30m
Tiefgang 2,40 – 2,85m
Kapazität 400 (518 Sep.1946) Passagiere

Am 26.05.1934 erfolgte der Stapellauf des Motorschiffes “Stadt Kiel” in der Friedrich Krupp Germaniawerft Kiel. Nach bewegenden Jahren und einer Grundüberholung bzw. einem Wiederaufbau hat die MS “Stadt Kiel” wahrlich Geschichte geschrieben.

Seit 1994 gilt das Schiff als technisches Kulturdenkmal und wurde in die Denkmalsrolle des Landes Schleswig-Holstein aufgenommen. Dieser Erfolg ist der Gründung des Fördervereines im Jahr 1983 und der vielen ehrenamtlich tätigen Mitglieder zu verdanken.

Stadt Kiel - in der Holtenauer Schleuse mit Soldaten der Reichswehr an Bord 1935

1934

Heikendorf

Reederei Hafenrundfahrt AG (Weiße Linie) / Kieler Verkehrsgesellschaft
Baujahr 1934 Krupp Germaniawerft Kiel Baunummer 533
Länge 29,20m
Breite 7,30m
Tiefgang 2,60
Kapazität 400 Passagiere

Am 14.05.1943 durch Bombenangriff total ausgebrannt. 1944 Umbau = 207 BRT und Kapazität im Hafenbereich bis 518 Passagiere.

Nach der Segelolympiade 1972 in Kiel wurde das Fahrgastschiff an einen Segelclub in Arnis/Schlei verkauft und diente hier viele Jahre als Klubheim.

Heikendorf - in der Hörn 1935
Heikendorf 1935

1935

Ludwig

Reederei A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie)
Baujahr 1935 Howaldtswerke Kiel Baunummer 734
Länge 22,98m
Breite 6,22m
Tiefgang 2,20
Kapazität 250 Passagiere

Die Ludwig wurde 1935 in Kiel gebaut und in Dienst gestellt. 1953 wurde sie nach Indonesien verkauft und in „Belawan“ umbenannt.

Blaue Dampferlinie - Ludwig - 1935

1935

Anna

Reederei A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie)
Baujahr 1935 Howaldtswerke Kiel Baunummer 735
Länge 22,98m
Breite 6,22m
Tiefgang 2,20
Kapazität 250 Passagiere

Die Anna wurde 1935 in Kiel gebaut und in Dienst gestellt. 1955 wurde sie an A/S Oernes Dampskibsselskab verkauft und in „Faaborg“ umbenannt.

1936

Kitzeberg

Reederei Hafenrundfahrt AG (Weiße Linie) / Kieler Verkehrsgesellschaft
Baujahr 1936 Krupp Germaniawerft Kiel
Länge 26,21m
Breite 7,05m
Tiefgang 2,45
Kapazität 433 Passagiere

Die Kitzeberg lief am 11 April 1936 gemeinsam mit der Möltenort vom Stapel. Sie wurde am 5. Januar durch eine Bombe bschädigt. Ab 1962 fuhr sie als „Nordertor“ in Flensburg. Sie sollte 1976 zur Gaststätte umgebaut werden, hier allerdings nicht den Brandschutzvorschriften stand. Im Jahr 1977 sollte sie verkauft werden, wurde jedoch jedoch im Hafen von Wyk auf Föhr geplündert.

Weiße Dampferlinie HaRuFAG - Kitzeberg

1936

Möltenort

Reederei Hafenrundfahrt AG (Weiße Linie) / Kieler Verkehrsgesellschaft
Baujahr 1936 Krupp Germaniawerft Kiel
Länge 26,21m
Breite 7,03m
Tiefgang 2,45
Kapazität 433 Passagiere

Die Möltenort lief am 11 April 1936 gemeinsam mit der Kitzeberg vom Stapel. Sie fuhr als Personendampfer im zweiten Weltkrieg für die KVAG. Sie brannte am 14. Mai 1943 an der Reventlou Brücke aus, wurde in Rendsburg repariert und kam 1944 wieder zurück. Am 26. August wurde sie erneut durch eine Bombe beschädigt. Ab 1961 für sie als „Angeln“ in Flensburg und kam 1973 zurück. Sie sollte für Ausflugsfahrten wieder flott gemacht werden, wurde jedoch unter dem Namen „Hai“ verschrottet.

Weiße Dampferlinie HaRuFAG - Möltenort 1958
Weiße Dampferlinie HaRuFAG - Möltenort 1958
Weiße Dampferlinie HaRuFAG - Möltenort in der Hörn 1961

1938

Falckenstein

Reederei Kieler Verkehrsgesellschaft
Baujahr 1938 Janssen & Schmilinsky, Hamburg
Länge 28,61m
Breite 6,14m
Tiefgang 2,66

Die Falckenstein (ex Nordstrand) wurde 1938 von der KVAG erworben. Sie für bis 1943 für den See Hilfsdienst in Kiel, danach in Hamburg und wurde 1945 durch einen Bombentreffer versenkt.

Falckenstein 1938 - 41

1938

A. C. Hansen übernimmt Kreisschiffahrt Schleswig

Am 22. September 1938 übernahm A. C. Hansen vom Kreis Schleswig die drei Schiffe „Herzog-Friedrich“, „Arnis“ und „Nordmark“ für insgesamt 45.000 RM. Hansen verpflichtete sich wunschgemäß dazu, die Schifffahrt im selben Umfang aufrechtzuerhalten. A .C. Hansen übernahm gleichzeitig auch die Ausflugsschifffahrt. Die „Herzog-Friedrich“ taufte er auf „Viktoria“ um, die „Arnis“ auf „Concordia“ und die ehemalige „Nordmark“ hieß zunächst „Columbus“ und kurze Zeit später „Nöck“. Zusammen mit der „Puck“ traten sie bis 1961 als die „Blaue Dampferlinie“ auf der Schlei an.

Hansen mit Blauer Dampferlinie in Schleswig

1938

Viktoria

Reederei A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie)
Baujahr 1901 Jansen & Schmilinsky, Hamburg
Länge 25,75m
Breite 5,10m
Tiefgang 2,50
Kapazität 243 Passagiere

Der Dampfer Herzog Friedrich wurde 1938 mit der Übernahme der Kreisschiffahrt Schleswig, an A. C. Hansen übergeben, in Viktoria umbenannt und im Krieg unteranderem als Schiff zur erprobung von Horch und Funktechnik eingesetzt. Im Jahr 1940 diente sie als Tender für die „Scharnhorst“. 1944 wurde das Schiff durch Bombentreffer zerstört und erst 1949 gehoben. Rund 90% des Schiffes mussten bei den Howaldtswerken neu gebaut werden. Sie wurde 1957 verchartert und 1958 an die Bundesmarine verkauft. Sie sollte als Messhulk dienen und wurde in Lübeck umgebaut. Nach unterstellung bei der Marine Sperrwaffen Versuchsstelle, wurde sie am 30 September 1970 ausser Dienst gestellt. Im Jahr 1971 wurde sie nach otterndorf verkauft und in „Pirat“ umbenannt.

Blaue Dampferlinie - Viktoria

1938

Concordia

Reederei A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie) / Kieler Verkehrsgesellschaft
Baujahr 1926 Mathiesen & Paulsen, Arnis Baunummer 42
Länge 18,00m
Breite 4,40m
Tiefgang 1,10
Antrieb Bohn & Kähler, 8 Knoten, 60 PS
Kapazität 137 Passagiere

Die Concordia wurde 1926 als Arnis gebaut und auf der Schlei eingesetzt. Sie wurde 1938 mit der Übernahme der Kreisschiffahrt Schleswig, an A. C. Hansen übergeben, in Concordia umbenannt und bis 1961 weiter auf der Schlei eingesetzt. Im Oktober 1965 wurde sie von der KVAG übernommen und 3 Jahre später an die Deutsche Autonome Jungenschaft nach Stuttgart verkauft.

Blaue Dampferlinie - Concordia

1938

Puck

Reederei A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie) / Kieler Verkehrsgesellschaft
Baujahr 1910 Berlin Rummelsberg
Länge 20,04m
Breite 4,25m
Tiefgang 1,80
Antrieb Blohm & Köhler
Kapazität 176 Passagiere

Die Puck fuhr bis 1920 als Vaterland. Danach war sie als Germania in Schleswig. 1938 wurde sie von A.C. Hansen übernommen und bis 1961 auf der Schlei eingesetzt. Im Oktober 1965 wurde sie von der KVAG übernommen und 1972 nach Arnis verkauft. Drei Jahre später wurde sie verschrottet.

Blaue Dampferlinie - Puck

1938

Nöck

Reederei A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie) / Kieler Verkehrsgesellschaft
Baujahr 1915 Bootswerft Hermann Simon, Brandenburg
Länge 22,16m
Breite 4,40m
Tiefgang 1,30
Kapazität 176 Passagiere

Die Nöck wurde 1938 als „Nordmark“ aus Schleswig übernommen. Sie hieß zunächst für kurze Zeit Columbus. Während des Krieges sank sie und wurde 1948 als „Nöck“ wieder flott gemacht. Sie fuhr anschließend auf der Schlei und wurde 1965 von der KVAG übernommen. 1972 wurde sie nach Gettorf verkauft und 1976 weiter nach Hamburg.

Blaue Dampferlinie - Nöck

1939

Katharina

Reederei A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie) / Kieler Verkehrsgesellschaft
Baujahr 1939 Howaldtswerke Kiel Baunummer 783
Länge 24,0m
Breite 6,20m
Tiefgang 2,90
Kapazität 182 Passagiere

Die Katharina fuhr von 1939 bis 1951 für die Blaue Dampfer Linie (A. C. Hansen) in Kiel. Von 1951 für 2 Jahre als Mönkeberg für die Kieler Verkehrs AG. Ab 1963 fuhr sie als Rømø in Dänemark, wurde umgebaut und modernisiert. Sie wechselte bis 1980 noch mehrmals Reeder inklusive Namen und wurde danach wohl verschrottet.

Blaue Dampferlinie A C Hansen - Mönkeberg 1955 KVAG - 1939

1952

Willy Zenners neue Gaardener Fähre

1952 organisierte Kapitän Willy Zenner erneut einen Personenfährdienst von dem Fähr-Anleger Wilhelminenhöhe in Gaarden auf fast dem gleichen Kurs wie die früheren Fähren. Dazu wurde zunächst ein ehemaliges Alsterboot eingesetzt. Zu seinen Schiffen zählten schließlich die „Gaarden“, „Kiel“, „Ellerbek“ und „Loop To“. Das Unternehmen litt allerdings unter der Konkurrenz der neuen Straßenbahnlinie 4 und des zunehmenden Autoverkehrs und musste 1962 Konkurs anmelden. Die KVAG übernahm die Linie und setzte bis 1974 andere Schiffe auf der Route ein.

1952

Gaarden

Reederei Willy Zenner
Baujahr 1884 Reiherstieg Hamburg
Länge 22,80m
Breite 4,30m
Tiefgang 1,00m
Kapazität 90 Passagiere

Willy Zenners erste Gaardener Fähre war die „Gaarden“. Sie fuhr ab 1920 als Alsterboot „Uhlenhorst“ in Hamburg, vorher war ihr Name „Triton“ und davor „Oscar“. Die „Gaarden“ wurde in ihrer Laufbahn öfter umgebaut und 1968 verschrottet.

WZ - Gaarden

1953

Kiel

Reederei Willy Zenner
Baujahr
Länge 20,57m
Breite 3,90m
Tiefgang 1,03m
Kapazität

Willy Zenners zweites Schiff kam aus Cuxhaven und fuhr als „Kiel“. Sie endete als Wohnhulk Le Clochard und wurde 1978 verschrottet.

WZ - Kiel als Wohnhulk Le Clochard 1975

1954

Ellerbek

Reederei Willy Zenner
Baujahr 1927 F. Schichau AG Elbing Baunummer 1183
Länge 32,85m
Breite 5,51m
Tiefgang 2,33m
Kapazität 268 Passagiere

Willy Zenners Schiff „Ellerbek“ kam 1954 aus Hamburg, wo sie noch als „Germania“ fuhr. Gebaut wurde sie in Elbing und fuhr dort unter anderem bis 1932 im Liniendienst zwischen Weichselmünde und Kahleberg. Nach dem Dienst bei Zenner fuhr sie erst als Charterschiff für Köpenhamnsbåtarna AB, Helsingborg im Liniendienst zwischen Helsingborg und København. Anschließend wechselte sie mehrmals den Besitzer und ist wohl seit 1986 als Wohnschiff in England.

WZ - Ellerbek

1954

Altstadt

Reederei Kieler Verkehrsgesellschaft (KVAG)
Baujahr 1927 Union Giesserei AG Königsberg Baunummer 232
Länge 29,09m
Breite 5,99m
Tiefgang 1,54m
Kapazität 240 Passagiere

Der Fahrgast- und Schleppdampfer wurde 1926 in Königsberg mit nur einem Passagierdeck gebaut und wurde als Fahrgastschiff auf dem Pregel und dem Frischen Haff eingesetzt, ursprünglich noch mit acht Mann Besatzung, davon zwei Mann für den Maschinenraum. 1945 kam das Schiff im Zuge der großen Fluchtwelle nach Lübeck. 1952 soll es in Krefeld eingesetzt gewesen sein. 1954 fuhr das Schiff unter dem Namen „Altstadt“ für die KVAG. Damals wurde das Schiff noch von seiner original Zwei-Zylinder-Verbund-Dampfmaschine mit 182 PS angetrieben. Der Maschinenraum war sieben Meter lang. Das Schiff lief damals acht Knoten. Es blieb bis 1961 in Kiel und kam dann nach Hamburg. Nach weiteren Eigner-und Charter-Wechseln (nach Harle-Wangerooge als Baltin und Berliner Bär) erhielt das Schiff einen neuen Deutz-Dieselmotor mit 240 PS und kam 1968 als „Wappen von Schleswig“ auf die Schlei nach Schleswig.

KVAG - Altstadt

1958

Loop-To

Reederei Willy Zenner
Baujahr 1896 J. Smit, Kinderdijk
Länge 22,95m
Breite 4,97m
Tiefgang
Kapazität

Willy Zenner erwarb das Schiff „Loop-To“ ehemals „D Este“ 1958 in Hamburg und ließ es bei der Werft Hugo Peters in Wewelsfleth umbauen. Nach seinem Dienst in Kiel wurde die „Loop-To“ von der Flensbuger Förde Reederei ersteigert und später in „Solitüde“ umbenannt. 1970 wurde das Schiff nach Heide verkauft und 1973 an Bodo Schargus aus Heikendorf. Sie fuhr als „Old Marina“ von Marina Wendtorf aus. Im Jahr 1976 wurde sie nach Heiligenhafen verkauft und in „Rüm Hart“ umbenannt.

WZ - Loop-To

1959

Schilksee

Reederei Kieler Verkehrsgesellschaft (KVAG)
Baujahr 1959 Krögerwerft Schacht-Audorf Baunummer 1128
Länge 33,32m
Breite 6,22m
Tiefgang 1,66m
Kapazität 300 Passagiere

Die Schilksee wurde 1959 als erster sogenannter Wasserbus für die KVAG bei der Krögerwerft gebaut und fuhr bis 1983. Danach wechselte sie mehrmals Reeder und Namen. Sie wurde als „Phönix“ für Kanalfahrten zwischen Kiel und Rendsburg eingesetzt und verkehrte auf Gieselaukanal und Untereider. Seit 2001 ist sie als Arno II in Polen unterwegs gewesen und seit 2008 in Dänemark.

KVAG - Schilksee 1961
KVAG - Schilksee 1968

1959

Düsternbrook

Reederei Kieler Verkehrsgesellschaft (KVAG)
Baujahr 1959 Krögerwerft Schacht-Audorf Baunummer 1129
Länge 33,32m
Breite 6,22m
Tiefgang 1,66
Kapazität 320 Passagiere

Die Düsternbrook wurde 1959 für die KVAG gebaut und fuhr bis 1981. Danach wurde sie nach Finnland verkauft.

KVAG - Düsternbrook

1960

Falckenstein

Reederei Kieler Verkehrsgesellschaft (KVAG)
Baujahr 1960 Krögerwerft Schacht-Audorf Baunummer 1170
Länge 33,54m
Breite 6,20m
Tiefgang 1,66
Kapazität 320 Passagiere

Die Falckenstein wurde 1960 für die KVAG gebaut und fuhr bis 1980. Danach wurde sie nach Schweden verkauft, um dort die Verbindung zwischen der schwedischen Westküste und der Insel Tjörn, nach einem schweren Unfall und dem Einsturz der Almö-Brücke, notdürftig aufrecht zu erhalten.

KVAG - Falckenstein

1961

Bellevue

Reederei Kieler Verkehrsgesellschaft (KVAG)
Baujahr 1961 Krögerwerft Schacht-Audorf Baunummer 1180
Länge 33,54m
Breite 6,20m
Tiefgang 1,76
Kapazität 320 Passagiere

Die Bellevue fuhr seit dem 16. September 1961 für die KVAG in Kiel. Ab November 1986 für die Mariestads Skärgårdstrafik in Schweden.

KVAG - Bellevue - 1961
KVAG - BELLEVUE 1963

1962

Laboe

Reederei Kieler Verkehrsgesellschaft (KVAG)
Baujahr 1962 Krögerwerft Schacht-Audorf Baunummer 1184
Länge 33,51m
Breite 6,62m
Tiefgang 1,72
Kapazität 300 Passagiere

Die Laboe fuhr seit dem 17. Juni 1962 für die KVAG in Kiel. Sie wurde im November 1984 in Laboe I umbenannt. Ab November 1985 fuhr sie als Freya II in Flensburg für die Viking Reederei und ab Juli 1989 als Princess Pocahontas in London.

KVAG - Laboe - 1962

1963

Möltenort

Reederei Kieler Verkehrsgesellschaft (KVAG)
Baujahr 1963 Krögerwerft Schacht-Audorf Baunummer 1185
Länge 33,42m
Breite 6,90m
Tiefgang 1,72

Die Möltenort fuhr seit Mai 1963 als sechster Wasserbus für die KVAG in Kiel. Im Oktober 1977 wurde sie nach Heiligenhafen verchartert.

KVAG - Möltenort

1965

KVAG übernimmt A. C. Hansen (Blaue Dampfer Linie)

1968

Mönkeberg

Reederei Kieler Verkehrsgesellschaft (KVAG)
Baujahr 1968 Krögerwerft Schacht-Audorf Baunummer 1363
Länge 33,52m
Breite 6,70m
Tiefgang 1,37
Kapazität 294 Passagiere

Das Schiff wurde 1968 unter der Baunummer 1363 auf der Krögerwerft in Schacht-Audorf gebaut. Die Kiellegung fand am 26. Februar, Stapellauf und Taufe am 12. Juni 1968 statt. Die Fertigstellung des Schiff erfolgte am 1. Juni 1968. Am 18. Juni 1968 wurde es an den Auftraggeber, die Kieler Verkehrs AG, abgeliefert und als Mönkeberg auf der Kieler Förde eingesetzt. Während der Olympischen Sommerspiele 1972 wurde das Schiff als Regattabegleitschiff bei den Segelregatten auf der Kieler Förde eingesetzt. Am 22. Januar 1990 wurde das Schiff an die Insel- und Halligreederei Kurt Paulsen verkauft, die es ab Juni des Jahres als Adler III von List aus einsetzte. Ab Juli 1995 wurde das Schiff zwischen Usedom und Swinemünde und ab Juli 1997 zwischen Ueckermünde und Heringsdorf eingesetzt. Am 16. Juli 2001 wurde das Schiff als Atena unter die Flagge Panamas gebracht und für Fahrten von Swinemünde nach Usedom und Kamminke eingesetzt. Im November 2004 erfolgte der Verkauf an die Fahrgastschiffsreederei MS Fembria. Das Schiff, das am 10. März 2005 in Fembria umbenannt wurde, wurde in der Folge für Fahrten ab Heiligenhafen und ab März 2005 auch für Fahrten ab Burgstaaken eingesetzt. Am 15. Oktober 2005 erfolgte die Umbenennung des zwischenzeitlich wieder unter deutsche Flagge gebrachten Schiffs in Feodora. Ab dem 2. April 2006 wurde das Schiff für Fahrten auf der Flensburger Förde zwischen Flensburg und Kollund sowie Flensburg, Gråsten und Langballigau und ab dem 15. März 2008 zwischen Langballigau und Sønderborg eingesetzt. Ab November 2010 wurden mit dem Schiff Ausflugsfahrten ab Maasholm angeboten. Anfang 2012 wurde das Schiff an die Reederei Damwerth verkauft, die es als Flinthörn – benannt nach dem Salzwiesen- und Dünengebiet im Südwesten der Insel Langeoog – für Ausflugsfahrten ab Langeoog und Bensersiel einsetzt.

KVAG - Mönkeberg - 1987

1968

Gaarden

Reederei Kieler Verkehrsgesellschaft (KVAG)
Baujahr 1968 Krögerwerft Schacht-Audorf Baunummer 1364
Länge 24,53m
Breite 6,70m
Tiefgang 1,41
Kapazität 200 Passagiere

Die Gaarden fuhr seit dem 23. Juli 1968 für die KVAG in Kiel. Sie wurde speziell für die Route Seegarten – Reventlou – Wellingdorf – Dietrichsdorf Neumühlen gebaut. 1991 wechselte sie die Reederei zu Siegfried Gutowski in Lauterbach. 1993 zur Schiffswerft Barth GmbH in Barth und 1997 zur Steinberger Schiffahrtskontor GmbH in Maasholm. Anschließend fuhr sie umbenannt zu „Dana“ seit 2001 in Timmendorfer Strand, erst bei G. Möller & Sohn und seit 2006 bei Frank Möller GmbH. Seit 2016 fährt die „Dana“ für die Safety Ship e.K vom Möltenorter Hafen in Heikendorf.

KVAG - Gaarden - 1968

1972

Friedrichsort

Reederei Kieler Verkehrsgesellschaft (KVAG)
Baujahr 1972 Krögerwerft Schacht-Audorf Baunummer 1379
Länge 37,44m
Breite 6,81m
Tiefgang 1,61
Kapazität 209 Passagiere

Das mit der Baunummer 1379 bei der Kröger-Werft in Rendsburg gebaute Schiff wurde als Friedrichsort am 4. April 1972 von der Kieler Verkehrs AG übernommen. Ab dem 6. April wurde es auf der Kieler Förde eingesetzt. Im Oktober 1977 erfolgte die Vercharterung an die Reederei W. Freter GmbH & Co. KG in Heiligenhafen. Am 8. Oktober 1979 wurde das Schiff an Walter Johannsen in Lübeck verkauft und erhielt am 17. Oktober den Namen Sven Johannsen. Von Travemünde aus wurde es für Ausflugsfahrten und Seebestattungen eingesetzt. 2014 kaufte Alexander Klein von der Nordischen Ausflug Schifffahrts GmbH (NAS) in Husby das Schiff. Die Gesellschaft fährt im Wechsel ab Laboe, Damp sowie Langballigau. Daneben sind Seebestattungen und Sonderfahrten im Angebot. Nach jahrelanger Pause fährt mit der Feodora II seit dem 1. Juni 2016 wieder ein Ausflugsschiff den dänischen Hafen in Sønderborg an. Auf Grund der strikten Regelungen der dänischen Seefahrtsbehörde Søfartsstyrelsen musste das Schiff für den Einsatz auf dieser Auslandslinie für rund 150.000 Euro für die Einzelabnahme durch die dänische Behörde ausgerüstet werden, um etwa die Anforderungen nach einer vollautomatischen Lösch- und Brandmeldeanlage nach SOLAS zu erfüllen.

Friedrichsort 1972

1981

Friedrichsort

Reederei Kieler Verkehrsgesellschaft (KVAG) / Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK)
Baujahr 1981 Lindenau Werft Kiel Baunummer 193
Länge 32,70m
Breite 7,60m
Tiefgang 2,40
Kapazität 300 Passagiere

Von 1981 bis Ende 1991 wurde das Schiff auf der Kieler Förde eingesetzt. Im Januar 1992 wurde es verkauft und in Mönchgut umbenannt. Nach dem Verkauf wurde die Mönchgut zu Ausflugsfahrten von Greifswald-Wieck nach Lubmin, Göhren und Gager eingesetzt. Im Jahr 2000 wurde sie wieder in Friedrichsort umbenannt. 2003 folgte die Übernahme des Fahrgastschiffes durch Sven Paulsen (Adler-Schiffe), der es wieder in Mönchgut umbenannte und seit 2003 ab Peenemünde nach Rügen einsetzt. Damit verbindet die Mönchgut die zwei größten deutschen Inseln Usedom und Rügen.

Schlepp und Fährgesellschaft Kiel SFK - MS Friedrichsort - Lindenau Werft Kiel 1981
© Foto Andreas Wörteler

1983

Heikendorf

Reederei Kieler Verkehrsgesellschaft (KVAG) / Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK)
Baujahr 1983 Lindenau Werft, Kiel
Länge 32,70m
Breite 7,60m
Tiefgang 2,40
Kapazität 300 Passagiere
Schlepp und Fährgesellschaft Kiel SFK - MS Heikendorf - Lindenau Werft Kiel 198

1984

Laboe

Reederei Kieler Verkehrsgesellschaft (KVAG) / Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK)
Baujahr 1984 Lindenau Werft, Kiel
Länge 32,70m
Breite 7,60m
Tiefgang 2,40
Kapazität 300 Passagiere
Schlepp und Fährgesellschaft Kiel SFK - MS Laboe - Lindenau Werft Kiel 1984-

1984

Strande

Reederei Kieler Verkehrsgesellschaft (KVAG) / Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK)
Baujahr 1984 Lindenau Werft, Kiel
Länge 32,70m
Breite 7,60m
Tiefgang 2,40
Kapazität 300 Passagiere
Schlepp und Fährgesellschaft Kiel SFK - MS Strande - Lindenau Werft Kiel 1984

1986

Schilksee

Reederei Kieler Verkehrsgesellschaft (KVAG) / Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK)
Baujahr 1986 Lindenau Werft, Kiel
Länge 28,06m
Breite 7,00m
Tiefgang 2,00
Kapazität 246 Passagiere
Schlepp und Fährgesellschaft Kiel SFK - MS Schilksee

1996

Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel

Die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel mbH (SFK) ist 1996 aus der Kieler Verkehrs Aktiengesellschaft (KVAG) ausgegründet worden, deren Abteilung Schifffahrt sie vorher war. Die SFK ist wie die Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) ein Tochterunternehmen des Eigenbetriebs Beteiligungen der Landeshauptstadt Kiel (EBK). Bei der SFK sind 53 Mitarbeiter beschäftigt. Die SFK besitzt fünf Fahrgastschiffe, sechs Schlepper und zwei Seepontons.

2007

Schwentine

Reederei Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK)
Baujahr 2007 SSB Oorthkaten Hamburg
Länge 25,00m
Breite 6,92m
Tiefgang 1,50
Kapazität 200 Passagiere
SFK - Schwentine - 2007

2020

Gaarden

Reederei Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK)
Baujahr 2020 Holland Shipyards Group Niederlande
Länge 32,00m
Breite 8,00m
Tiefgang 2,40
Kapazität 200 Passagiere

Am 29. November 2018 fand die offizielle Vertragsunterzeichnung für den Bau eines neues Fördeschiffes statt. Die Holland Shipyards Group wird das erste Plug-in-Hybridschiff für die SFK bauen. Die Indienststellung war für das erste Quartal 2020 gedacht.

Gaarden 2022

2020

Düsternbrook

Reederei Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK)
Baujahr 2020 Holland Shipyards Group Niederlande
Länge 24,70m
Breite 7,20m
Kapazität 140 Passagiere

Am 2. Oktober 2019 unterschrieb Geschäftsführer Andreas Schulz den Bauvertrag über die erste vollelektrische Fähre in der Geschichte der SFK. Die Werft Holland Shipyard wird das moderne Schiff bauen, welches ab Dezember 2020 bereits auf der F2 Schwentinelinie eingesetzt werden soll. Mit einer Länge von 25 m und einer Breite von 6,5 m soll die künftige MS Düsternbrook 140 Fahrgäste und rd. 60 Fahrräder vom West- zum Ostufer befördern.

2022

Friedrichsort

Reederei Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK)
Baujahr 2022 Holland Shipyards Group Niederlande
Länge 33,65m
Breite 9,08m
Kapazität 300 Passagiere

Die Friedrichsort wurde am 31. März 2021 bei Holland Shipyard auf Kiel gelegt. Das Schiff wurde am 1. März 2022 an die SFK übergeben. Getauft am 24. März 2022 an der Reventloubrücke und vier Tage später in Dienst gestellt.

Friedrichsort 2022

2022

Wik

Reederei Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK)
Baujahr 2022 Holland Shipyards Group Niederlande
Länge 33,65m
Breite 9,08m
Kapazität 300 Passagiere

Die Wik wurde am 12. Mai 2021 bei Holland Shipyard auf Kiel gelegt. Ursprünglich sollte es erst im Jahr 2024 fertiggestellt werden. Das Schiff wurde am 21. Mai 2022 in Kiel in Empfang genommen.

2022

Wellingdorf

Reederei Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK)
Baujahr 2022 Holland Shipyards Group Niederlande
Länge 24,70m
Breite 7,20m
Kapazität 140 Passagiere

Die Wellingdorf wurde von Holland Shipyards im Sommer 2022 an die SFK geliefert.

2023

Laboe

Reederei Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK)
Baujahr 2023 Holland Shipyards Group Niederlande
Länge 33,65m
Breite 9,08m
Kapazität 300 Passagiere

Die Laboe wurde 2023 bei Holland Shipyards Hardinxveld-Giessendam gebaut.

2023

Dietrichsdorf

Reederei Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK)
Baujahr 2023 Holland Shipyards Group Niederlande
Länge 24,70m
Breite 7,20m
Kapazität 140 Passagiere

Die Elektro-Passagierfähre Dietrichsdorf wurde 2023 bei Holland Shipyards Hardinxveld-Giessendam gebaut.

2026

Schilksee

Reederei Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK)
Baujahr 2026 Holland Shipyards Group Niederlande
Länge 33,65m
Breite 9,08m
Kapazität 300 Passagiere

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